draußen schlafen

Der Vogel hatte ihn nicht bemerkt, weil er sich unter einem Blatt duckte, an der Katze war er mutig vorbeigeklettert und dem Rasenmäher entkommen indem er einen gewaltigen Sprung in Nachbars Garten machte. Den ganzen Tag hatte er überlebt, die wuchtigen Wassertropfen und die sengende Sonne und nun stand er da. Und wusste nicht, ob er nach links oder nach rechts springen sollte. Etliche Male war er schon mal links, mal rechts, hierhin und dort hinüber gehüpft und es war nie ein Problem oder gar eine bewusste Entscheidung und plötzlich das. Er grübelte und kratzte sich mit dem Fuß am Kopf. „Vielleicht sollte ich mich für ein Weilchen hinlegen. Im Schlaf lockern sich die Gedanken.“ Und er machte sich ganz lang und schlief auf einem Halm, schlief bis zum Morgengrauen, wachte auf in einer Decke aus Tau und dachte bei sich „Ich weiß es immer noch nicht“. Auf einem Tropfen gegenüber saß ein Marienkäfer und putzte sich die Punkte. Und als gerade die Sonne aufging, da kletterte ein Artgenosse den Regenbogen hoch und rutschte vor Freude quietschend auf der anderen Seite wieder herunter.